Eine Bewegung und plötzlich zieht sich der Muskel schmerzhaft zusammen und man kann sich nicht mehr richtig bewegen. Dies ist das typische Erscheiningsbild eines Krampfes. Doch wieso und warum entsteht ein Krampf. Ein Muskelkrampf ist ein eindeutiges Zeichen für Mißstände im Minerailienhaushalt eines Sporttreibenden.
Es gibt verschiedene Gründe die zu Muskelkrämpfen führen können, doch alle beruhen auf ein und derselben Ursache: dem Mangel an Mineralien (insbesondere Kalium und Magnesium) im Muskel.
Unausgewogene Ernährung ist ein Aspekt, der zu Muskelkämpfen führen kann. Überzogenes Training kann ebenfalls zu einem temporären Mangel an Mineralien führen. Die einfachste Ursache ist ein Belastung in großer Hitze, bei der man sehr stark schwitzt. Dabei werden mit dem Schweiß benötigte Mineralien aus dem Körper geschwemmt, die nicht rechtzeitig ersetzt wurden.
Um Muskelkrämpfen vorzubeugen sollte man mehrere Punkte beachten und sich immer wieder kontrollieren, ob man sie auch wirklich einhält.
Obst, Gemüse oder Salate sollten bei keiner Mahlzeit fehlen. Insbesondere Bananen enthalten das extrem wichtige Kalium in hoher Dosierung. Obst- und Gemüsesäfte sind gerade in der Sommerzeit ein sehr erfrischendes und belebendes Getränk.
Hilfreich sind selbstverändlich auch sogenannte isotonische Getränke, die allerdings mit hohen Kosten verbunden. Fast genau das gleiche Resultat kann man z.B. mit einem Apfelsaftschorle (je zur Hälfte Apfelsaft und Mineralwasser) erzielen.
Die reine Zuführung von Flüssigkeit reicht nicht aus, sondern es kommt ganz stark auf den Zeitpunkt an wann man trinkt. Wenn man bereits ein Durstgefühl verspürt ist es eigentlich schon zu spät. Besser ist es bereits vor und während einer schweißtreibenden sportlichen Betätigung für Flüssigkeits- und damit auch für Mineraliennachschub zu sorgen.
Harte, die Muskulatur stark fordernde Trainingseinheiten nie direkt aufeinander folgen lassen. Überhaupt wird gerade von unerfahrenen Sportlern das Training häufig in seiner Intensität, also z.B. in der Belastung oder dem Tempo, stark übertrieben und somit ein Raubbau am Körper betrieben.
Körperliche Belastung in großer Hitze sollte man möglichst vermeiden. Lieber morgens etwas früher aufstehen und in den frühen Morgenstunden sein Training absolvieren oder abends wenn es langsam wieder etwas kühler wird.
Eine regelmäßige ärtzliche Kontrolle des Mineralienhaushalts hilft ebenfalls. Insbesondere kann der Arzt einen Sportler auch gut individuell informieren, welche Mineralien dem Körper zusätzlich in Form von Mineralienpräparaten zugeführt werden sollten.
Wer kennt sie nicht die Bilder von Fußballern die gerade einen Wadenkrampf erlitten haben und denen Kollegen durch starkes dehnen des Muskels den Krampf aus dem Muskel ziehen. Dies ist die einfachste Methode um den Sportler von einem akuten Muskelkrampf zu befreien. Doch meist treten in kurzer Folge weitere Krämpfe auf.
Das stark dehnen behebt also kurzfristig die Symptome eines Muskelkrampfs, doch zu häufig werden die Ursachen nicht behandelt und es kann dadurch zu wesentlich schlimmeren Verletzungen kommen, insbesondere wenn der Sportler seine Belastung nicht beendet.
Wichtig ist in jedem Fall, daß man bei Muskelkrämpfen für einen sofortigen Ausgleich im Mineralien- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers sorgt. Dabei helfen insbesondere zur Vorbeugung empfohlenen Getränke.
Zusätzlich sollte man die Durchblutung der betroffenen Muskelpartien fördern. Leichte Massage (Streichmassage, d.h. keinen Druck ausüben!), entspannende Bäder aber auch ganz lockeres Auslaufen - keine körperliche Anstrengung! - haben sich dabei bewährt.
In jedem Fall sollte man sich einem Muskelkrampf überprüfen, wieso es überhaupt zu diesem Krampf kommen konnte. Die daraus gewonnen Erkenntnisse sollte man dann in der Zukunft beachten, damit es nicht zu erneuten Krämpfen kommt.